ARCHIV

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St. Georgen, Wismar.jpg
Konzert in St. Georgen

‣ Paul Millns and Band

Konzert

02.12.2017

‣ Guido Saremba Trio

Konzert

01.10.2017

‣ 11. Filmfest Wismar

Fest

30.06 - 02. 07.2017

‣ Andrej Subarew

Ausstellung

02. - 25.06.2017

‣ Cameron Carpenter

Konzert

03.06.2017

‣ Die Prinzen

Konzert

13.05.2017

Diese private Seite legt keinen Wert auf Vollständigkeit. Sie ist vielmehr eine zufällige Reflextion.



Paul Millns and Band

Wismar, Konzert im Theater | 02.12.2017, 20 Uhr

Paul Millns, Wismar

Paul Millns ist für viele Wismarer eine Legende und gehört zum Wiederaufbau der St.-Georgen-Kirche einfach dazu. Denn viele Jahre kam der Londoner Musiker regelmäßig mit seinem lyrischen Blues in die St.-Georgen-Kirche zu Benefizkonzerten und war von der Ruine und dem großen Gemeinschaftsprojekt des Wiederaufbaus Wismars Backsteinkathedrale beeindruckt.

Endlich ist es dem Aufbauverein St. Georgen e. V. gelungen, den Blues-Poeten Paul Millns wieder einmal zu einem Konzert nach Wismar zu holen – und das im 40. Jahr seiner Karriere als Musiker. Und er kommt nicht allein, sondern er bringt seine Band mit. Im Gepäck haben sie sowohl bekannte ausdrucksstarke Lieder, die Geschichten erzählen als auch rockige Stücke zum Mittanzen. Dieses Konzert der Extraklasse „Paul Millns and Band“ findet am Sonnabend, dem 2. Dezember 2017, um 20.00 Uhr aufgrund der winterlichen Temperaturen nicht in St. Georgen, sondern im warmen Theater statt.

Infos: Aufbauverein St. Georgen e.V. | Foto © Manfred W. Jürgens
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Fotos von Pauls 70. Geburtstag
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Guido Saremba Trio
Der Schlauch, Lübsche Straße 18, Wismar | 1. Oktober 2017

Guido Saremba Trio

Das „Guido Saremba Trio“ wurde 2001 von dem Jazz-Gitarristen Guido Saremba und dem Bassisten Thomas Dux in Wismar gegründet. Seit langem gehört der Kieler Schlagzeuger Markus Zell zur Besetzung. Die musikalischen Wurzeln des Trios sind weit verzweigt: Sie reichen von den funky Sounds der „Meters“, dem Surf-Rock der amerikanischen Westküste, bis in den Melodienreichtum der „Beatles“ und den hymnischen Liedern Leonhard Cohens. Für ihr derzeitiges Programm „dead or alive“, streifen sie durch die Epochen der populären Musik. Mit ebenso viel Witz wie Ehrfurcht heben sie Perlen verschiedener Genres aus den Untiefen etlicher Zeitzonen. Hits wie „Come together“ von den „Beatles“ oder „Crying in the Rain“ von „The Everly Brothers“ werden verwandelt, abstrahiert und in eine neue Form gegossen. Guido Saremba führt, mit seiner durch viele Anekdoten aus der Musikgeschichte angereichten Moderation, durch das Konzert.

Gefeiert wurde das 30-jährige Bühnenjubiläum von Thomas Dux.

Infos: Guido Saremba
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11. Filmfest Wismar
30. Juni bis 2. Juli 2017

Mecklenburg-Vorpommern Film e. V. | Bürgermeister-Haupt-Straße 51, Wismar


Paul Millns, Wismar Vom 30.6.-2.7.2017 wird Wismar ein Wochenende lang Filmstadt. Freuen Sie sich auf ein cineastisches Sommerfilmfestival für Jung und Alt. Wir präsentieren die vom Land geförderten Filme in ihrer ganzen Vielfalt, in unterschiedlichen Genres, speziellen Handschriften der Filmemacher und Filmemacherinnen und immer mit dem Blick auf und aus Mecklenburg-Vorpommern – die FilmSCHAU der Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern.

Infos: Filmbüro
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Andrej Subarew
Ausstellung | 02. - 25.06.2017

Wismar | Rathaus, Gerichtslaube, Am Markt 1


Andrej Subarew Wismar Mit dieser Ausstellung wird an den im Jahr 2016 verstorbenen Wismarer Modeschöpfer Andrej Subarew erinnert.

Andrej Subarew lebte und arbeitete als Grafiker und Modedesigner in Wismar und Berlin und ist bekannt für seine eleganten und trotzdem sachlichen Kreationen.Im Vordergrund stehen dabei seine meisterhaften Schnittkonstruktionen und die klassische Schneiderkunst.

Seine Mode ist gekennzeichnet von einer ausgeprägten Detailliebe, strengen Linien und klassischen Elementen. Er verstand es gekonnt, die Extravaganz der Haute Couture mit tragbarer Mode zu verbinden.

Zu sehen sind Kollektionen aus seinen Schaffensphasen 2002 - 2015 sowie ausgewählte Modegrafiken:

2002 - Jugendstilkollektion | Mit dieser Kollektion war AS für für den 1. Baltic Fashion Award nominiert

2003 - Tangokollektion | Mit dieser Kollektion war AS für den 2. Baltic Fashion Award nominiert und gewann den Publikumspreis

2008 – 2009 Kollektion CONFJUZED

2013 - Kollektion Zero Waste Pattern Cutting

2013 - Kollektion Freester Fischer Symbole

Grafik - Mode - Modegrafik | Andrej Subarew - Eine Retrospektive

Infos: Hansestadt Wismar
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CAMERON CARPENTER
Orgelkonzert: 3. Juni 2017, 20 Uhr

Wismar, St. Georgen | 1. Orgelkonzert nach 72 Jahren


Cameron Carpenter, Wismar, Manfred W. Juergens

Hier laufen sich 32 Lautsprecher, zwölf spanische Trompeten und sechs Subwoofer wohlig warm, animiert von drei Supercomputern und gesteuert von einem eleganten schwarzen Spieltisch, der die vier Manuale wie glatt polierte Flächen und die Fußpedale wie eine schwarzweiße Welle aus Klaviertasten präsentiert.

Die Orgel ist natürlich die Königin der Instrumente“, seufzt wohlig ein sehr zufriedener Cameron Carpenter. „Aber für mich ist sie endlich keine Drama Queen mehr, und ich habe mit diesem noch namenlosen Instrument endlich das Optimum, auf das ich seit Jahren warte.“
Das sagt einer, der in der vergangenen Dekade das Orgelspiel nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa als Konzertereignis revolutioniert hat wie keiner zuvor. Das wird sich jetzt noch mal entschieden verändern.

Cameron wird äußerlich seinem schillernden Ruf gerecht. Er trägt ein sehr buntes Jackett und ein tief ausgeschnittenes Muskelshirt. Inzwischen legt er freilich gar nicht mehr so viel Wert auf schrille Garderobe und beständig wechselnde Frisuren oder Haarfarben. Gegenwärtig ist es ein fast schon distinguiert-moderat schwarzer Irokesenschnitt. Bach, Chopin und „Stars and Stripes“

Der 33-jährige, immer noch bubihaft-spitzmausig aussehende Amerikaner ist tatsächlich ein ernstzunehmender, so hoch virtuoser wie interpretatorisch überzeugender Künstler. Einer, der berechtigterweise keinen Unterschied sehen und hören möchte zwischen einer feinfühlig und perlend leicht gespielten Bach-Toccata, der eigenen, immer neu glitzernden Bearbeitung von Chopins Revolutionsetüde für Klavier und einer im wahrsten Sinne alle Register und Instrumente-Imitationen fordernden Pure-Fun-Fassung von Sousas „Stars and Stripes Forever“-Marsch, der jede US-Brass-Band blass aussehen lässt.

„Ich liebe jede Art von Musik, und jede Art von Musik ist für die Orgel geeignet“, ist sich Cameron Carpenter sicher. Deswegen wird er zunächst, wenn auch im nicht untypischen Carpenter-Mix, seriöse Konzerte geben, um sein neues, völlig neutrales, auf ihn zugeschnittenes Instrument weltweit vorzustellen und seine Fans schon einmal heiß zu machen: „Die Hollywood-Specials und Christmas-Spectaculars hebe ich mir für später auf, sie sind natürlich längst programmiert.“ „Dieses Instrument liebt mich“

Man könnte das, während der instrumental-elektronische Aufwand immens gesteigert wurde, fast bescheiden nennen: „Ich will mit dem neuen Instrument wirklich erwachsen werden“, sagt ein nahezu nachdenklicher Carpenter. „Jetzt muss ich mich nicht mehr auch durch Äußerlichkeiten definieren, jetzt kann ich schrankenlos mein ganzes Können vorführen.“

Denn als Organist ist man für gewöhnlich Sklave des Instruments. „Ich war abhängig – von Kirchen, Gottesdienstzeiten, Schlüsselübergaben, Sympathie. Nie hatte ich ein eigenes Instrument, außer den kastrierten Mini-Dingern zum Üben zu Hause, stets musste ich mich nach anderen richten. Außerdem hatte ich dauernd mit schlecht gepflegten, verklemmten Instrumenten zu kämpfen, die man zwei Tage lang mühsam beim Üben zurecht treten musste. Das wurde leider bei meinen Tourneeplänen immer einkalkuliert.“

Nach kurzem Innehalten setzt Carpenter mit Furor nach: „Nicht selten musste ich vorher oder während des Spiels improvisieren und Programme ändern, weil die Elektronik Murks machte oder die Mechanik versagte. Jetzt kann ich zwar auch nicht wirklich zu Hause üben, aber das hier ist meins, ich kenne es, es liebt mich, das wird eine sehr gefühlvolle Beziehung, da bin ich mir sicher. Ich muss nicht mehr promisk sein, zumindest nicht am Spieltisch.“ Dröge Gottesdienstbegleitung war gestern

„Meins“ – das meint die eine Million Euro teure Investition in das noch namenlose Meisterstück der Orgelbaufirma Marshall and Ogletree, die in Boston sitzt, wo Amerikas erste Orgeln gebaut wurden. Die haben all ihre Erfahrungen mit gesampelten und neu feinjustierten Klängen aus vorhandenen, von Cameron Carpenter geschätzten Orgeln, inklusive Wurlitzer-Kinoorgel, hier gebündelt und zum Selbstkostenpreis zusammengebaut.

Es mussten sich aber auch noch eine mächtige Konzertagentur (Schmid in Hannover) und eine Plattenfirma (Sony) finden, die das von langer Hand geplante Unternehmen, das Cameron Carpenter seit Jahren im Kopf herumtrug, Wirklichkeit werden ließen. Dieser glamouröse, selbst- wie zielbewusste Hänfling hat dem Instrument endgültig das filzbärtige Image von gestrickten Socken, Altherrenschweiß und dröger Gottesdienstbegleitung genommen.

Jetzt ist die Orgel quasi schwerelos. Der im herkömmlichen Tonumfang sogar erweiterte Spieltisch und die Computer (einer ist nur als Reserve dabei) werden immer wieder über den Atlantik fliegen, die ungemein natürlich klingende Lautsprecher-Brigade in ihren roten, bereits als akustische Verstärker dienenden Transportkisten gibt es identisch in den USA und in Europa. Magische Klänge, irrwitzige Fußläufe.

Aufgebaut ist das alles aus drei Trucks in drei, abgebaut in eineinhalb Stunden. Und nach Japan, wo die Fangemeinde beängstigend wächst, reist er ohne Lautsprecher, stöpselt sich in vorhandenes Elektro-Equipment ein. „Wir haben jede Eventualität technisch bedacht. Von Boston aus kann man jederzeit virtuell in mein Orgelinneres schauen.“

Jetzt wird Cameron Carpenter also seine magischen Klänge, seine irrwitzigen Fußläufe und wirbelnden Finger in Hallen und Klubs, Konzertsäle und Passagen bringen. Nur nicht mehr in Kirchen: „Die Orgel ist endgültig säkular geworden“, jubelt er programmatisch. Der alte Carpenter wird aber noch nicht so schnell verschwinden. Und so reißt er sich im Promo-Video für die Debüt-CD der neuen Orgel zunächst das Hemd vom sehnigen Leib – bevor dann allen besonders das Hören vergehen wird.

Infos: Aufbauverein St. Georgen e.V. | Fotos © Manfred W. Jürgens
Konzert-Fotos
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DIE PRINZEN | Konzert
13. Mai 2017, 20 Uhr

Wismar, St. Georgen | Ausverkauft


Die Prinzen Wismar, Manfred W. Juergens Keine deutsche Pop-Band ist so prädestiniert wie die „Prinzen“, sich der Herausforderung von Popkonzerten in Kirchen zu stellen. Die „Prinzen“ – das sind Sebastian Krumbiegel, Tobias Künzel, Wolfgang Lenk, Jens Sembdner, Henri Schmidt, Ali Zieme und Mathias Dietrich – für die durch ihre Ausbildung bei den Leipziger Thomanern und im Dresdner Kreuzchor seit ihrer Kindheit das Singen in Kirchen kein Experiment, sondern die logische Fortführung einer Tradition ist. Bei ihrem ersten Konzert in Wismars St.-Georgen-Kirche vor sieben Jahren waren die Eintrittskarten innerhalb weniger Wochen ausverkauft. In der Backsteinkathedrale herrschte Stimmung vom Feinsten und das Publikum war mehr als begeistert. Und so auch die „Prinzen“, die vom Konzertraum St. Georgen und dem Wiederaufbau der Kirche fasziniert waren. Deshalb haben der Aufbauverein St. Georgen e. V., die Hansestadt Wismar und die „Prinzen“ gemeinsam entschieden, am Sonnabend, dem 13. Mai 2017, um 20.00 Uhr noch einmal ein Konzert in der St.-Georgen-Kirche stattfinden zu lassen. Die Zuschauer können sich sowohl auf alle großen Hits im Akustik-Gewand als auch auf bisher noch nicht dargebotenes Repertoir von „Prinzen“-CDs und als Reminiszenz an die Zeit in den Knabenchören auf klassisch, sakrale Stücke freuen.

Infos: Aufbauverein St. Georgen e.V. | Fotos © Manfred W. Jürgens
Konzert-Fotos
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